Die 10 skurrilsten Geschäftsideen Teil 2

Von Wuträumen und QR-Keksen habe ich Ihnen am vergangenen Freitag im ersten Teil der 10 skurrilsten Geschäftsideen berichtet. Heute soll die zweite Hälfte folgen. Auch dieses Mal sind wahrlich kurios anmutende Konzepte darunter. Erfolgreich sind sie dennoch.

Aber ich will hier gar nicht weiter vorgreifen. Vorhang auf für weitere fünf überaus skurille Geschäftsideen.

Kokosnuss-Postkarten

Im Post- und Versandwesen sind Skurrilitäten beileibe keine Seltenheit. Denken Sie mal nur an Brieftauben oder die Flaschenpost.

Was sich eine US-amerikanische Künstlerin im Jahr 2007 aber überlegt hat, lässt die zuvor genannten Kommunikationsmittel geradezu lächerlich spießig und gewöhnlich erscheinen.

Besagte Frau hat sich nämlich der mittlerweile doch sehr eintönigen Postkarte angenommen und setzt seitdem auf ein ganz ungewöhnliches Material: Kokosnüsse.

In den warmen Gefilden Floridas gibt es wohl nicht allzu viele Probleme an die Kokosnüsse günstig heranzukommen. Individuell sind diese Postkarten allemal. Kein Wunder also, dass die Künstlerin monatlich hunderte Exemplare an die Frau und den Mann bringt.

Bei 18,- bis 20,- US-Dollar pro Stück kann sie davon sehr gut leben. :-)

Liebesbriefarchiv

Ganz im Dienste der Liebe steht die zweite unserer heutigen fünf skurrilen Geschäftsideen. Anders als die unzähligen Flirtportale stellt haben sich die Gründer des Liebesbriefarchivs es sich nicht zur Aufgabe gemacht neue Liebe erblühen zu lassen, sondern alte Liebe neu anzufachen.

Der Idee liegt eine ganz banale Statistik zugrunde nach der Partnerschaften nach etwa fünf Jahren, unabhängig davon ob die Betroffenen nun verheiratet sind oder nicht, in eine tiefe und ernste Krise hineinmanövrieren. Und hier setzt die Geschäftsidee an.

Die emotionsgeladenen und flammenden Liebesbriefe aus der Anfangphase einer Beziehung werden von den Kunden des Liebesbrieflagerdienstes beim Betreiber gelagert und sicher archiviert. Sobald die fünf Jahre vorbei sind, werden die Briefe dann an die Kunden zugestellt.

Ob dies wirklich über eine Krise hinweghilft, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Eine schöne Idee ist es in jedem Fall und für die beiden Gründer wohl ein riesiger Erfolg.

Bilderkunst mit Stimmen

Bilder sind ein fester Bestandteil unserer Kultur. Als Wandschmuck sind sie gern gesehen und dienen dazu die eigenen vier Wände wohliger und individueller zu gestalten. Familienfotos und hochwertige Wandkalender fallen genauso darunter wie Malereien und Puzzles.

Individualität ist das oberste Gebot. Aber wenn wir ehrlich sind: die wenigsten Bilder sind wirklich individuell. Ganz anders verhält es sich mit den Kunstwerken und der wirklich skurrilen Geschäftsidee, die ich Ihnen jetzt vorstellen möchte. Wahre Unikate.

Unsere Stimmen auf Bildern festgehalten – ein Startup aus den USA macht es möglich. Mit viel Technik machen die Gründer die Stimmen und Worte Ihrer Kunden sichtbar und zaubern diesen ein Lächeln ins Gesicht.

Die Schallbilder sind stets einzigartig und unverwechselbar. Farbe und Größe der Kunstwerke lässt sich auf Wunsch anpassen. Individueller geht nicht. Nebenbei eröffnen sich hier ganz neue Geschenkideen. Sie haben die ersten Töne Ihres Nachwuchses auf Band festgehalten? Großartig. Daraus lässt sich prima ein Schallbild zum 18. Geburtstag oder ein Muttertagsgeschenk zaubern.

BH-Community

Größenprobleme sind bei der BH-Suche wohl kein seltenes Problem. Ich selber kann aufgrund meiner körperlichen Gestalt und Beschaffenheit nicht viel dazu sagen. Doch die Geschichte der folgenden Geschäftsidee spricht wohl Bände.

Denn mangelnde Passformen, nicht vorhandene oder ausverkaufte Größen und wenig gefallende Optik veranlasste 2011 zwei Schwestern aus der Nähe von Hamburg zur Gründung einer neuartigen Plattform zur BH-Maßanfertigung  mit angeschlossenem Blog für Dessous-Kollektionen.

Das Prinzip des Online-Customizings auf BHs zu übertragen, kam bei der Zielgruppe sehr gut an und führte vor gut einem Jahr zur Gründung einer haftungsbeschränkten UG.

Wirklich frisches Gemüse

Trotz aller Kühlketten und Schnelllieferungen: Wenig Obst und Gemüse ist wirklich so frisch wie kurz nach der Ernte, wenn wir es in unseren Einkaufswagen legen. Von den langen Transportstrecken und weichmacherbelasteten Verpackungen wollen wir gar nicht erst rede.

Fakt ist, wer keinen Garten sein eigen nennt und auf dem Balkon keinen Anbauplatz findet, wird allenfalls sehr selten in den Genuss erntefrischen Gemüses und Obstes gelangen und muss wohl oder übel damit leben. Oder gibt es da eine Alternative?

In der Tat könnte die skurril anmutende Idee eines Industrie-Designers aus North Carolina ganz neue Impulse setzen. Sein Konzept sieht dabei die Integration und Anpassung von Gewächshäusern in urbane Räume und Metropolen vor. Der Clou: Diese Einrichtungen sollen minimale Flächen einnehmen.

Möglich macht es ein System aus Kultivierungsplatten, die sich in der vertikalen anbringen lassen. Das an diese neuartigen Gewächshäuser zugleich ein Direktverkauf angeschlossen ist, versteht sich wohl von selbt. ;-)