Mehr Traffic durch den Google Authorship

Uns allen fallen die kleinen Bildchen in den Suchergebnissen auf, welche die Autoren darstellen. Ich stelle mir oft die Frage, warum nur durchschnittlich 1 aus 10 Suchergebnissen diesen Avatar enthält. Dabei ist der Google Authorship für Blogger eigentlich Pflicht und die Umsetzung war noch nie so einfach.

Mir ist es ein großes Bedürfnis, in diesem Beitrag etwas über das veränderte Suchverhalten, den Google AutorRank und die damit verbundenen Möglichkeiten für Autoren loszuwerden. Jedem der selbst Inhalte im Internet veröffentlicht, empfehle ich, sich dringend mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Warum jeder Blogger den Google Authorship braucht

Sein eigenes Bildchen in den Suchergebnissen zu betrachten ist schön und gut, jedoch nicht der einzige Grund, der für den Authorship spricht. Besonders aus der Perspektive der Suchmaschinenoptimierung ist die Einrichtung nicht mehr nur optional.

Zunächst sorgt ein Bild des Autors natürlich für eine höhere Click-Through-Rate in den Suchergebnissen. Suchende klicken automatisch zuerst auf das auffällige Ergebnis mit dem Bild, selbst wenn es nicht unter den Top 3 in der Google Suche angesiedelt ist.

Das visuelle Element stellt einen persönlichen Bezug her und sorgt für Vertrauen beim Leser. Durch den hohen Wiedererkennungswert des Avatars, verbinden Suchende vielleicht frühere (hoffentlich positive) Erfahrungen mit dem Autor, den sie bereits aus sozialen Netzwerken oder gelesenen Artikeln kennen.

Immer wichtiger wird die Autorenzuordnung aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung. Modernes On-Page SEO bezieht zunehmend Faktoren ein, die auf dem Autor und weniger der Website als solcher basieren. Sowohl die Reputation des Autors, als auch dessen Aktivitäten in sozialen Netzwerken spielen daher eine größer werdende Rolle im Google Alghoritmus.

Mit dem Google Authorship kann außerdem geistiger Diebstahl verhindert werden. Wenn sich jemand unrechtmäßig an originalen Inhalten bedient hat, wird diese Kopie nicht mit dem Autor verknüpft und auch nicht mehr vor dem eigentlichen Urheber in den Suchergebnissen erscheinen.

Das sind längst nicht alle Vorzüge, die der Google Authorship mit sich bringt. Langfristig gesehen wird sich die Suche noch weiter personalisieren und der Autorenzugehörigkeit mehr Gewicht angerechnet. Bevor ein Ausblick gegeben wird, soll eine kurze Anleitung zeigen, wie der Google Authorship in 4 einfachen Schritten eingerichtet wird.

Den Google Authorship in 5 Minuten einrichten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den Authorship von Google zu nutzen. Zum einen kann das für WordPress Blogs über ein Plugin wie “AuthorSure” geschehen. Zum anderen kann die von Google bevorzugte Methode genutzt werden, die auch ich empfehlen würde.

1. Google+ Profil aktivieren – es müssen einige Grundangaben gemacht und ein angemessenes Profilbild hochgeladen werden.

2. Website(s) angeben – im Profil unter “Macht mit bei” (im Tab “Über mich”) die Website(s) hinzufügen, auf der Inhalte veröffentlicht werden.

3. Google+ ID zur Website hinzufügen – der folgende Link <a href=”https://plus.google.com/105048958228157326903?rel=author”>Google+</a> muss zur Website hinzugefügt werden (Fettgedruckte ID austauschen). In WordPress einfach die Google ID im Benutzerprofil eintragen oder als Metadata in den Header einfügen.

4. Authorship Markup testen – die Einrichtung des Authorship kann im Test-Tool von Google überprüft werden.

Suche der Zukunft: Mehr Autor, weniger Website

Die Anzeichen dafür, dass Google mit einem “AutorRank” in den Startlöchern steht, verdichten sich. Ein Patent aus dem Jahr 2005, das Netzwerk Google+ und verschiedene Akquisitionen könnten die Grundlage für ein Ranking von Urhebern, ähnlich dem PageRank für Webseiten, bilden.

Mit einer Einführung des AutorRanks würden autorenbezogene Faktoren, stärker als bisher in den Algorithmus von Google einbezogen werden. Damit geraten technische Aspekte des SEO mehr und mehr in den Hintergrund und die Suche wird verstärkt auf den Menschen ausgerichtet.

Um mit der positiven Beeinflussung des AutorRanks sofort zu beginnen, sollen die folgenden Tipps helfen:

  • Google Authorship einrichten und alle bisher geschriebenen Inhalte indizieren
  • Aktiv in sozialen Netzwerken beteiligen und speziell Google+ zum netzwerken nutzen
  • Eigene Artikel nur auf seriösen Webseiten mit einem guten Ruf veröffentlichen
  • Gastartikel für angesehen Seiten schreiben und mit dem Google Authorship Markup versehen
  • Auf ein oder zwei Themengebiete spezialisieren, in denen regelmäßig qualitative und relevante Artikel geschrieben werden

 

Neben all den Spekulationen rund um den Google AutorRank kann fest davon ausgegangen werden, dass sich die Suche als solche weiter verändern wird. Um in der Zukunft davon zu profitieren, sollte sofort mit dem bewussten Aufbau der eigenen Reputation als Autor begonnen werden.

Viel Erfolg und das benötigte Durchhaltevermögen dafür, wünscht Sebastian Kühn.